25. Februar 2012

Zwischen wenig und gar nichts sagen

Bernadette Robieux alias Carson im 'Give Me A Stage'-Interview


Pretend by _Carson_

Bernadette RobiuexHeute klopfe ich meinem musikalischen Spürsinn auf die Schultern. Ich betrete die Wohnung von Carson und finde alles so vor, wie ich es mir vorgestellt habe, als ich ihre Musik hörte: An der Wand ein Plakat von Jim Jarmuschs Film „Down By Law“. Auf dem Schrank eine Beatles-Platte. In der Mitte des Zimmers sitzt Carson auf dem Fußboden. Ihr blondes Haar sitzt zerwuselt auf ihrem Kopf. Neben ihr steht ein Glas Wein, in der Hand hängt eine Zigarette. Sie sagt, sie steht auf Grunge. Diese Worte reichen schon aus, um die Musik von Carson zu beschreiben. Und um das Bild komplett zu machen: Carson ist 22 Jahre alt, kommt aus Paris, studiert jetzt in Berlin und gibt 'Give Me A Stage' das erste Interview ihrer Karriere als Musikerin.



21. Februar 2012

Was macht Chiara in Berlin?

Chiara Gandolfi im 'Give Me A Stage'-Interview


Chiara Gandolfi
Manchmal möchte ich mich einfach nur hinsetzen und die Lieder anhören, die ich noch nicht geschrieben habe.“ Nachdem sie eine Weile in Berlin gelebt hat, bringt Chiara diese Worte zu Blatt. Ihre Zeit in Berlin hatte sie sich ganz anders vorgestellt. Die Italienerin ist in die deutsche Hauptstadt gekommen, um mit und von ihrer Musik zu leben. Es stellte sich heraus, dass das nicht so einfach ist.

Chiara, der Künstlername mit dem du bei Open-Stages auftrittst lautet „Chiara in Berlin“. Wer ist Chiara, was macht sie in Berlin und wo war sie vorher?



18. Februar 2012

Der Schokoladen bleibt!

Dank der vielen Proteste gibt es jetzt neue Verhandlungen über die Zukunft der Schokoladens. Die Räumung am 22. Februar wurde abgesagt. Es sieht gut aus für den Schokoladen. Die Leute vom Schokoladen sind aber noch etwas skeptisch und sprechen von einem Etappensieg. Wir werden sehen, wie es weitergeht! Auf jeden Fall gibt es vorerst weitere tolle Konzerte und Open-Stages.

15. Februar 2012

„Ich würde mit dem Schokoladen um die Welt ziehen“

Schokoladen-Tontechniker Tobias Horschel im 'Give Me A Stage'-Interview


Tobias Horschel
Tobias Horschel ist seit acht Jahren Tontechniker in einer Kneipe, die eine wahre Institution für alternative Kultur in Berlin ist: Der Schokoladen. Künstler aus aller Welt kommen nach Berlin, um hier aufzutreten. Warum also sollte Tobias um die Welt reisen, wenn das Gute so nah ist?
Weil der Schokoladen in Gefahr ist. Der Eigentümer will das Gebäude am 22. Februar 2012 räumen. Wenn die aktuellen Proteste dies nicht verhindern, dann bedeutet es nicht nur das Aus für die Kneipe. Berlin verliert auch eine grandiose Open-Stage. Tobias Horschel hat sie einmal im Monat zusammen mit Raoul Welsch geleitet.

Berlin braucht Schokoladen by Juliane Fritz

Tobias, die Open-Stage im Schokoladen war eine der ersten auf denen ich aufgetreten bin und hat für mich persönlich ziemlich hohe Standards gesetzt. Auf einigen Berliner Bühnen kam es vor, dass mir Freunde danach erzählten: Deine Stimme war zu leise, der Bass war zu laut. Nicht so im Schokoladen. Bei dir fühlt man sich richtig wohl auf der Bühne und jeder bekommt einen ordentlichen Soundcheck. Selbst wenn es mal länger dauert. Ist das auch dein persönlicher Anspruch?


8. Februar 2012

„Ich will die Menschen begeistern“

Carmen Hofacker im 'Give Me A Stage'-Interview


You - live by Carmen solo / SWiM

Carmen HofackerOft fängt es mit einer Melodie an, die sie nicht mehr loslässt. Dann sitzt Carmen Hofacker in ihrem Zimmer am Klavier, spielt, und hört die Klingel nicht. Ich stehe vor ihrer Tür, um mich herum bröselt der Schnee vom Himmel und ich drücke noch einmal auf den Klingelknopf. Diesmal macht Carmen auf. “Ich musste unbedingt eine Idee ausarbeiten“, entschuldigt sie sich, „ich bin aufgewacht, habe aus dem Fenster geguckt, den Schnee gesehen und dann waren die richtigen Worte zu meinem neuen Song da: Snow is falling down.” Sie spielt mir das Lied vor und da ist es wieder: Das Gefühl, das ich hatte, als ich Carmen zum ersten Mal im Madame Claude spielen hörte. Eine wunderbare Leichtigkeit.

Carmen, ich möchte dir danken. An dem Abend, an dem ich dich angesprochen habe, habe ich selbst auch gespielt und war wie immer aufgeregt. Das konnte ich für einen Moment vergessen, weil mich dein Song getragen hat. Ist das etwas, das du selbst auch fühlst wenn du spielst und dem Zuhörer weitergeben möchtest?



4. Februar 2012

Von Nirvana zu „Peter und der Wolf“

KussKuss-Inhaber Daniel Grabala im 'Give Me A Stage'-Interview


So klingt es im KussKuss by Juliane Fritz


Daniel Grabala
„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.“ Daniel Grabala kommt ins Grübeln, wenn man ihn nach seinen Plänen fragt, denn er hat sehr viele. Wir sitzen in seiner Wohnung. Es sieht so aus, als wären er und seine Freundin Jennifer gerade eingezogen: Angefangene Renovierungsarbeiten und wenig Mobiliar. „Nur das Schlafzimmer ist schon fertig“, erzählt Daniel, „mehr brauchen wir nicht, wir sind sowieso den ganzen Tag im Laden und haben dort auch eine Küche.“ Der Laden ist das KussKuss. Ein junges Neuköllner Café, in dem sich alles um Musik dreht.

Daniel, ihr habt im KussKuss ein Paradies für Musiker geschaffen. Es gibt eine Bühne, überall stehen Instrumente und es sind fast immer Musiker da, die live spielen. Es passt einfach alles zusammen und wirkt so, als hättet ihr das lange geplant und aufgebaut. Der Laden besteht aber erst seit Oktober 2011. Wie habt ihr das geschafft?